Vom Testwaggon überrollt: Bauarbeiter stirbt bei Aufbau des Hamburger Winterdoms

Von Rüdiger Gaertner Marius Röer Christian Jung

Sie soll die neue Attraktion auf dem Hamburger Dom sein und ab Freitag Tausenden Spaß bringen –  doch der Start der Achterbahn „Alpen Coaster“ auf dem Volksfest wird von einem tragischen Unglück überschattet: Bei einem Testlauf wurde am Mittwochnachmittag ein Arbeiter (†44) von einem Wagen überrollt und getötet. Es ist nicht der erste Unfall bei dieser Bahn.

Am kommenden Freitag beginnt der Winterdom 2018. Die Arbeiter sind fieberhaft damit beschäftigt, die teilweise komplizierten und technisch aufwendigen Fahrgeschäfte aufzubauen.

Bild vergrößern Polizei auf dem Winterdom

Polizisten am Unfallort auf dem Hamburger Winterdom. Das Unglück ereignete sich beim Aufbau des „Alpen Coaster“.

Foto:

Röer

Am dem achterbahnähnlichen Fahrgeschäft „Alpen Coaster“ ist der Aufbau am Mittwoch bereits fertig. Es werden Testfahrten gefahren. Doch als die rasend schnelle Test-Gondel gegen 17.50 Uhr in eine Kurve fährt, befindet sich noch ein Arbeiter auf den Schienen. Er wird überrollt.

Ersthelfer versuchen vergeblich, den 44-Jährigen zu reanimieren. Er verstirbt noch an der Unglücksstelle.

Die Polizei und das Amt für Arbeitsschutz haben die Ermittlungen übernommen. Es ist nicht das erste Unglück in dieser Achterbahn. Erst im Juli waren in Würzburg zwei Wagen des „Alpen Coasters“ zusammengestoßen. Vier Menschen wurden dabei verletzt, einer brach sich den Arm. 

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Nach Prüfungen des Fahrgeschäfts soll damals aber kein technischer Defekt, sondern menschliches Versagen die Ursache gewesen sein. Wahrscheinlich hatte ein Mitarbeiter versäumt, einen der Wagen per Hand zu stoppen – zusätzlich zu einer automatischen Bremsung. Zu dem Fall läuft  derzeit noch ein Ermittlungsverfahren.